Apfelessig selber machen – fermentiert, vegan & ohne Zucker
Apfelessig gehört zu den kleinen Küchenwundern, die oft unterschätzt werden – dabei steckt so viel Gutes drin! Ich liebe es, ihn selbst zu fermentieren: aus Apfelresten, ganz ohne Zuckerzusatz, dafür mit Geduld und Mikrobenmagie. Der selbstgemachte Essig ist mild, fruchtig und voller Leben – perfekt für Dressings, Trinkkuren oder zum Einlegen. Und ganz ehrlich: Es gibt kaum ein befriedigenderes Gefühl, als aus Resten ein echtes Allround-Talent zu zaubern.
Warum du Apfelessig selber machen solltest
Selbstgemachter Apfelessig ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch lebendiger als die Variante aus dem Supermarkt. Du bestimmst die Qualität der Äpfel, verzichtest auf versteckte Zusatzstoffe und nutzt dabei noch deine Küchenreste sinnvoll. Ganz nebenbei entstehen bei der natürlichen Fermentation wertvolle Essigsäurebakterien, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken können.
Du liebst haltbare Basics? Dann probier auch meinen wilden Würzsenf oder das Bärlauchsalz – einfach, aromatisch und ewig haltbar!
So gelingt dir der selbstgemachte Apfelessig:

Zutaten
Zubereitung
- Du brauchst ein ausreichend großes Glasgefäß (etwa 3 Liter). Dieses gründlich reinigen.
- Die Äpfel grob zerkleinern. Die Kerngehäuse müssen nicht entfernt werden. Lediglich faule Stellen (zB bei Fallobst) solltest du großzügig herausschneiden.
- Die Apfelstücke werden nun in das Glas gegeben, bis dieses zu zwei Dritteln gefüllt ist. Den Apfelessig hinzugeben und das Glas mit Wasser auffüllen.
- Über das offene Glas wird nun ein Stofftuch gelegt und mit einem Gummi fixiert. Die Äpfel treiben nach oben und durch den Kontakt mit der Luft siedeln sich Hefebakterien in deinem Glas an. So entsteht Essig.
- Dein Glas lässt du nun bei Zimmertemperatur etwa eine Woche stehen und rührst es täglich ein Mal mit einem Holzlöffel um. Blasen- und Schaumbildung ist hierbei völlig normal und sogar wünschenswert.
- Nach der Wartezeit von einer Woche sollte sich die Schaumbildung reduziert haben. Nun kannst du die Äpfel abseien und natürlich die Flüssigkeit auffangen. Diese kommt zurück in das Glas, welches auf gewohnte Weise mit Stoff und Gummi verschlossen wird.
- Die Flüssigkeit weitere 3-4Wochen so stehen lassen, ohne sie umzurühren. In dieser Zeit reift der Essig nach. Danach kann er in kleine Flaschen abgefüllt und verschlossen werden.
Tipp
Fermentation als Zero-Waste-Prinzip
Apfelessig zeigt wunderbar, wie sich Küchenreste in hochwertige Vorräte verwandeln lassen – ganz ohne Müll und ganz ohne viel Aufwand. Die Fermentation braucht nur Geduld und Luft – und liefert dafür ein echtes Multitalent. Mehr zum Thema findest du auch in meinem Beitrag zur Haltbarmachung !
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